Mittwoch, 22. Mai 2024

Hoher Blutdruck unter Belastung – was tun?

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    • #81229
      MatthiasPuraVida
      Moderator

        Hallo in die Runde,

         

        ich habe aktuell in meinem Kopf ein Thema, was ich nicht wirklich objektiv bewerten kann. Ist es wirklich ernst oder völlig normal.

         

        Was ist passiert?

        Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung (ich bin bald Mitte 40) habe ich ein Belastungs EKG beim Hausarzt erstellen lassen. Dabei kam kurz zusammengefasst heraus, dass unter “Last” mein Blutdruck wie über 200 liegt. Sobald ich “runter” fahre, fällt auch der Blutdruck genauso schnell.

        Nun dacht ich bei mir, o.k. es war am vergangenen Dienstag wahnsinnig heiß am Nachmittag, am Morgen war ich Schwimmen (Mover Trainingseinheit/-plan) und ob die Arzthelferin alles richtig gemacht hat… naja.

        Aber so ganz hab ich es nicht aus dem Kopf bekommen und nach der heutigen Laufeinheit hab ich mir ein handelsübliches Blutdruckmessgerät geschnappt, meinen Puls mit einem 200m Sprint nach oben “getrieben” und unmittelbar nach Ende des Sprints, hab ich aufs Köpfchen “Start” am Blutdruckmessgerät gedrückt. Das Messgerät hatte ich vor dem Sprint schon angelegt.

        Resultat der ersten Messung…Blutdruck nicht messbar, Fehler. Ein paar Sekunden gewartet, wieder auf Start gedrückt und: Puls 144 Blutdruck 188/84.

        Nach ca. 5 Minuten erneute Messung: Puls 105, Blutdruck 125/80.

        Nun die Frage: ich merke vom “hohen” Druck nichts, nicht bei körperlicher Belastung im Job oder beim Sport. Aber wie ernst ist die Lage wirklich?

        Überweisung zum Kardiologen habe ich, mit Glück bekomme ich auch noch dieses Jahr einen Termin für ein Herzecho.

        Kommende Woche steht ein 24h Messung des Blutdrucks an aber es scheinen sich die ersten Messungen vom EKG zu bestätigen. Da war der Puls im übrigen o.k., auch keine Rhythmusstörungen erkennbar.

        Jetzt brauche ich einen Rat, von Leuten mit Expertise oder in ähnlicher Situation.

        Was tun?

        Medikamente würde ich erst nehmen, wenn nix anders mehr geht. Dafür würde ich auch den Sport opfern. Bisschen Leben ist ja noch auf der Uhr und Medikamente will ich erst nehmen, wenn alle Optionen ausgeschöpft sind.

        Vielen Dank im Voraus und Grüße aus Berlin

        Matthias – PuraVida

      • #82005
        Jule Bartsch
        Moderator

          Hallo Matthias,
          du scheinst, wie du beschreibst, bereits in sehr guten, professionellen Händen zu sein und die wichtigen Schritte zu gehen, mit 24-h-EKG etc. Die Ärzte werden dir sicher genau sagen können, was zu tun ist und inwiefern Medikamente für dich relevant sind. Wir kennen eure individuellen Trainings- und Gesundheitszustände leider nicht genau, weshalb wir immer empfehlen, den eigenen Hausarzt und Fachärzte aufzusuchen.
          Wir wünschen dir alles Gute. Bei Trainingsfragen sowie Fragen rund um deine Mitgliedschaft hier bei power & pace können wir dir jederzeit direkt weiterhelfen.

          Beste Grüße im Namen der Crew
          Jule

        • #82134
          MatthiasPuraVida
          Moderator

            Hallo Jule,

            hallo Mitleser,

             

            Danke für deine Einschätzung. Nun ein kleines Update.

            Da ich der Meinung bin/war, dass sich mein Gesundheitszustand in den letzten Monaten gefühlt nicht verschlechtert hatte, habe ich mit dem 34h Blutdruckmessgerät eine intensive Sporteinheit durchgeführt. Mein Gedanke war: auch wenn ich nur das Movertrainingsprogram absolviere, ich muss eine möglichst realistische Messung durchführen. Hintergrund, der viel zu hohe Blutdruck wurde bei mir festgestellt als ich unter “voller Last” auf dem EKG saß. Also musste ich mit dem Messgerät wohl oder übel auch eine intensive Einheit absolvieren. Da kam nur das Rad in Frage.

            Also fuhr ich bewusst eine intensive Einheit, vielleicht auch um unbewusst eine Körperreaktion zu erzeugen, welche ich auch wahrnehmen kann (Schwindel, Ohrensausen etc.).

            Also bin ich mit dem Messgerät eine Intervalleinheit gefahren 3 Durchgänge a 10x30s Vollgas+30sRuhe.  Insgesamt >90min.

            Danach einarmiges Duschen, da ich das Messgerät nicht baden wollte. Aus Angst vor Datenverlust.

            Auswertung am nächsten Tag: top Werte, ich bin gesund…jedenfalls die Organe ;-).

            Vermutlich war das EKG a.) fehlerhaft verkabelt b.) der Blutdruck falsch gemessen worden c.) es am Tag des EKGs viel zu heiß oder d.) ein Mix aus den voran gegangenen Punkten.

            Fazit: keine Medikamente oder Einschränkungen.

            Es wird dennoch ein Herzecho angefertigt, da ich familiär “vorbelastet” bin. ABER: allgemeine Entwarnung.

            Rückblickend kann ich sagen, dass mir einiges in der Situation durch den Kopf gegangen ist (nach Auswertung des BelastungsEKG). In den Augen meiner Hausärztin war auch eher Ratlosigkeit und Ungewissheit zu lesen.

            Gut, dass meine Hausärztin sofort ein 24 Blutdruckmessgerät zeitnah angelegt hat und auch die Auswertung zeitnah erfolgte (30min nach Auslesen der Daten). Statt sofort Medikamente zu verabreichen.

            Bei der anschließenden Auswertung (24h Blutdruckmessung) konnte ich auch in entspannte Augen der Ärztin blicken, so dass mir klar war: das Ergebnis des BelastungsEKG muss falsch gewesen sein.

            Dennoch: spätestens nächstes Jahr werde ich wieder ein BelastungsEKG machen lassen. Diesmal aber nicht bei >35°!

            Und: das Herzecho lasse ich auch machen…wenn ich jemals einen Termin bekommen sollte.

            Viele Grüße

            Matthias

             

             

             

             

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